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Ratgeber

 

 
 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Maßregeln gegen den Bonsaidiebstahl 2004 !

 

 

Nachdem die Bonsai-Tipps gegen Bonsaidiebstahl von 1996 (veröffentlicht in Dennis Bonsai-Seiten, www.bonsaikunst.de ) erfreulich oft zitiert und verlinkt worden sind, ist es aufgrund  der aktuellen Entwicklung leider notwendig, diese erneut ins Gedächtnis zu rufen und an gewissen Stellen zu aktualisieren. Im April diesen Jahres gingen bei bonsainews.de im Abstand von nur wenigen Tagen gleich zwei Diebstahlsmeldungen ein. Analysiert man  diese Diebstähle, so fällt auf, dass neben hochwertigen Solitärpflanzen auch nahezu wertlose Jungpflanzen im selben Diebeszug entwendet wurden. Alles deutet also darauf hin, dass es sich um einen Dieb handelt, der von der Bonsaikunst selbst wenig Ahnung zu haben scheint. Ein Bonsaikenner jedenfalls macht sich wohl kaum die „Mühe“, eine wertlose Jungpflanze zu entwenden. Viel Wahrscheinlicher ist es, dass der Kenner nach weiteren hochwertigen Pflanzen Ausschau gehalten hätte. Es lässt sich also  schlussfolgern, dass es sich um einen Gelegenheitsdiebstahl gehandelt  haben muss.

Gestohlen in der Nacht vom   10.04 auf den 11.04.

sowie vom 17.04 auf den 18.04.

Im Unterschied zu geplanten und zielgerichteten Diebstählen sind Gelegenheitsdiebstähle  oft vermeidbar oder zumindest zu erschweren, wenn einige simple Tipps beherzigt  werden. Im Folgenden soll auf Präventionstipps gegen Bonsaidiebstahl, sowohl für den Bereich des Gartens, als auch  für den Balkon eingegangen werden.

Der Garten

Die traditionellen Bonsai stehen im Freien. In aller Regel stehen Sie deshalb im heimischen Garten. Da die allermeisten  Gärten jedoch nicht komplett abgezäunt sind, ist die Gefahr dort am größten, dass sich jemand Zugang verschafft  und sich  an der Sammlung bedient. Zunächst einmal muss voran gestellt werden, dass Diebstähle niemals zu 100% zu verhindern sind, dennoch ist Diebstahl schon durch einfache Maßnahmen zu erschweren.

"Der wichtigste Aspekt überhaupt, ist der Aspekt der Wahrnehmung."

Bonsai ziehen durch ihr interessantes Aussehen die Blicke auf sich, wenn sie gesehen werden. Um sie vor Diebstählen zu schützen, sollten sie nach Möglichkeit auch nicht gesehen werden. Das ist sicherlich ebenfalls nicht zu 100% zu gewährleisten, da Besuch durch die Nachbarn oder  Freunde und Bekannte nicht auszuschließen ist. Wer jedoch über ein Reihenhaus verfügt, dessen Garten an eine Straße oder einen Gehweg grenzt, der sollte dafür sorgen, dass die Bonsai von dort aus nicht sichtbar sind. Abhilfe schafft hier z.B eine ca. 1.50 m hohe Koniferenreihe als Sichtschutz und Grundstücksbegrenzung vor dem Zaun. Koniferen sind sicherlich nicht die ästhetischste Lösung, sie bieten aber eine ganze Reihe von Vorteilen. So behalten Koniferen im Winter ihr Laub und bieten somit im Unterschied zu einer  Hecke, die ihr Laub in der Regel abwirft  auch im Winter hervorragenden Sichtschutz. Ferner macht das schnelle Wachstum, die Schnittverträglichkeit, und Pflegeleichtigkeit die Konifere geeignet. Bei einer Höhe von 1-2 Metern, bietet sie hervorragenden Sichtschutz  ohne den Garten  übermäßig  stark zu schattieren. Es gilt also : „Was man nicht sieht, kann man nicht stehlen.“ Gelegenheitsdiebstähle  werden durch Sichtschutz in aller Regel verhindert. Der Sichtschutz allein hilft allerdings wenig, wenn der stolze Bonsaibesitzer der gesamten Siedlung oder Nachbarschaft verkündet, dass er einen neuen Bonsai , den er für 5000E uro günstig einer Privatsammlung entnommen hat, bei sich im Garten aufgestellt hat. Wichtig ist, dass auch hier Diskretion als Tugend aufgefasst und eingehalten wird.

Zusätzlich zum Sichtschutz und zur Diskretion sollte auch der Zugang zum Garten erschwert werden. Im Idealfall umzäunt man seinen Garten mit einem hohen Metallzaun oder gar mit einer Mauer. Zugang erhält man nur durch das abzuschließende Gartentor. Stellt man sich  das Bildlich vor, wirkt der umzäunte Garten für viele zunächst abschreckend, schließlich  soll der Garten ein Ort der Erholung sein und nicht wie ein Gefängnis anmuten. Doch wer seine  oftmals unwiederbringlichen Bonsai wirklich schützen will, der wird um diese Methode wohl kaum herum kommen. Außerdem  kann ein wirkungsvoll begrünter Zaun durchaus dekorativ aussehen. Soll der Zaun gar nicht zu sehen sein, kann ja die zuvor schon angesprochene Koniferen Reihe vor dem Zaun gepflanzt werden. In den meisten Fällen  kombiniert man so Sicht und Zugangsschutz am Besten.

Ein weiteres Sicherheitselement ist das Licht. Dunkle Gestalten scheuen dieses bekanntlich. Um Sicherheit im Garten zu gewährleisten, reicht es sicherlich nicht aus lediglich Lichtanlagen zu installieren, doch erhöht das Licht den Faktor  der Sicherheit  wesendlich. Ein ungebetener Gast, der nachts plötzlich hell erleuchtet in Ihrem Garten steht, fühlt sich dort nicht unbedingt wohl und wird deshalb Ihren Garten schnellstmöglich verlassen, um nicht erkannt zu werden.  Insofern Sie Videoüberwachungs-Kameras installiert  haben, sind Sie nun sogar in der Lage den Eindringling auf dem Videoband zu erkennen. Ist dies nicht der Fall besteht zumindest die Chance , dass Ihre Nachbarschaft  den Eindringling  sieht und erkennt.

"Das Mittel der Täuschung"

Um Sicherheit zu erzeugen, dürfen Sie natürlich  auch die Registerkarte der Täuschung ziehen. Kameraattrappen sind das klassischste Beispiel, um  Sicherheit vorzutäuschen. Diese Methode kann sehr effektiv sein, obwohl sie nicht viel kostet. In einem großen Online Auktionshaus werden solche Attrappen, die täuschend echt wirken und oftmals  für weniger als 20 Euro angeboten. Abzuraten ist jedoch von so genannten  „Guard Dogs“.

„Guard Dogs“ sind elektronische  „Bellanlangen“. Registrieren  die Bewegungsmelder eine Person, lösen sie über einen Lautsprecher  ein lautes Bellen aus, was den Eindringling in die Flucht schlagen soll. Jeder aber einmal einen echten, wütenden Hund bellen hörte, wird das mechanische  Bellen aber von einem echten Bellen unterscheiden können  und das ohne große Anstrengung. Von solchen Apparaturen sollte man also absehen

"Keine Burgen bauen"

Alle hier genannten Möglichkeiten dem Bonsaidiebstahl vorzubeugen  sind  in der Regel sehr  effektiv. Kontraproduktiv also der eigentlichen  Absicht entgegengesetzt werden diese Maßnahmen allerdings, wenn Sie aus Ihrem Garten buchstäblich eine „Burg“ bauen. Angenommen Sie installieren, für jeden sichtbar,  fünf Überwachungskameras. Im besten Falle ernten Sie nur Spott nach dem Motto: „Der Nachbar flippt aus, der bewacht seine Primeln“ Im schlechtesten Falle , machen Sie  dunkle Gestalten erst recht auf sich  aufmerksam. Sicherheit impliziert Reichtum, das mag zugegeben absurd anmuten, faktisch ist es aber so. Installieren Sie Sicherheitsanlagen also bewusst sichtbar und gleichzeitig bedacht dezent.

Bonsai auf dem Balkon

Das Gleiche, was für das Aufstellen  von Bonsai im Garten gilt, lässt sich  auch weitestgehend für Bonsai auf dem Balkon übertragen. Die Regale  sollten unterhalb der Brüstung angebracht sein, damit die Pflanzen von außen nicht gesehen werden können. Das sollte allerdings nicht nur für Parterre Wohnungen beachtet werden, sondern auch für Wohnungen in höheren Etagen. Je nach Wert des Bonsai kann selbiger durchaus einen Einbruchsanreiz darstellen. Auch hier gilt: Sichtschutz als oberstes Gebot. Gefährlich ist  auch das Aufstellen von Bonsai auf der Brüstung. Je nach Art des Balkons, sind Brüstungen oftmals recht schmal, sodass die Gefahr nicht gering ist, dass ein Baum ganz einfach herunterfällt.

 

 

 


 

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