Pflegeanleitung für die Koreanische Hainbuche – Carpinus coreana

Bonsai Pflege: Koreanische Hainbuche

Die Koreanische Hainbuche (Carpinus coreana) gehört botanisch zur Familie der Betulaceae und eignet sich aufgrund nahezu alle ihrer Eigenschaften für die Bonsaigestaltung. Die koreanische Hainbuche lässt sich sowohl als großer Bonsai kultivieren, als auch als sehr kleine Bonsaipflanze (mame) gestalten. Die Carpinus corana ist eine Freilandpflanze, die folgerichtig als Freiland-Bonsai kultiviert werden muss. Die koreanische Hainbuche ist ein Laubbaum und wie die meisten Laubbonsai im Winter laubabwerfend. Hainbuchen blühen nicht.

Bonsai-Pflege Koreanische Hainbuche

Für wen eignet sich die  Koreanische Hainbuche – Carpinus coreana ?  

Die Koreanische Hainbuche ist ein recht dankbarer Freiland-Bonsai, der allen Bonsai-Enthusiasten, die einen Garten haben, große Freude bereiten kann. Das Risiko eine Koreanische Hainbuche zu verlieren ist gering, wenn man die Grundlagen wie Gießen und rudimentäres Formschneiden verstanden hat. Die kor. Hainbuche eignet sich daher ganz hervorragend auch für Einsteiger in die Bonsaikunst.

Was ist der richtige Standort für die Koreanische Hainbuche?  

Wie im oberen Verlauf des Textes schon deutlich werden konnte, ist die Koreanische Hainbuche ein Freilandbonsai, der also das ganzjährig im Freien stehen muss. Damit der Baum sich optimal entwickeln kann, benötigt er einen hellen, halbschattigen Standort. Der ideale Standort für die Koreanische Hainbuche ist ein sonniger Standort, der aber nicht dazu führt dass eine zu starke Sonneneinstrahlung die Blätter verbrennen lässt. Dies lässt gerade an den leicht gezackten Blättern unschöne braun-schwarze Blattränder entstehen, die den Eindruck des gesamten Bonsai zerstören können.

Im Winter sollte die koreanische Hainbuche auch im Freien aufgestellt sein. Allerdings ist ein frostgeschütztes Winterquartier empfehlenswert, damit sich der Baum optimal entwickelt. Das kurzfristige Einfrieren des Wurzelballens schadet dem Baum jedoch nicht.

Gestaltung und Wachstum:

Die Koreanische Hainbuche ist ein – bei richtiger Pflege- stark wachsender Bonsai, der es recht schnell schafft, einen ansprechenden Bonsaicharakter auszubilden. Grundsätzlich sind bei der koreanischen Hainbuche alle Bonsai Stilformen möglich. Hierzu trägt auch das filigran ausgeprägte grüne Laubkleid des Baumes bei. Ideal sind natürliche Formgebungen wie die frei aufrechte Stilform. Das kräftige Wachstum mit einer relativ starken Stammverdickung erlaubt auch kreative Gestaltungsformen wie etwa auch Felspflanzungen, die inzwischen häufiger anzutreffen sind.

Drahten der Koreanischen Hainbuche:

Selbstverständlich kann der Baum gedrahtet werden. Wie bei allen Bonsai mit kräftigen Dickenwachstum müssen die Drähte regelmäßig kontrolliert werden, damit sie nicht einwachsen. Gedrahtet werden sollte in der Wachstumszeit des Baumes, da die Äste hier am biegsamsten sind. In den Wintermonaten drohen die Äste zu brechen, wenn man kräftigere Richtungskorrekturen vornimmt. Junge Äste lassen sich in nahezu jede Form bringen, ältere Äste ab ca. drei Jahren sind relativ brüchig und sind deshalb nur mit großer Vorsicht zu drahten.

Gießen und Düngen:

Die Koreanische Hainbuche ist ein sehr gießintensiver Bonsai. Das Gießen der Koreanischen Hainbuche sollte kontrolliert erfolgen, da Staunässe vom Bonsai nahezu immer mit Wurzelfäule beantwortet wird, die tödlich für die Pflanze sein kann. Die Hainbuche hat vor allem in den Sommermonaten einen hohen Wasserbedarf. Bei starker Sonneneinstrahlung und großer Hitze ist auch ein mehrfaches Gießen am Tag notwendig. In den Wintermonaten sollte die Erde immer feucht sein und niemals ganz austrocken. Die Koreanische Hainbuche ist sehr kalkanfällig und bildet dadurch sehr stark braune Blätter aus. Deswegen sollte die Buche vornehmlich mit Regenwasser oder entkalktem Wasser gegossen werden.  Gedünkt werden sollte die Koreanische Hainbuche ab dem ersten Austrieb mit Flüssigdünger (14-tägig) oder organischen Düngepräparaten (monatlich). In der Praxis konnten wir die besten Ergebnisse mit organischen Düngerkugeln erzielen.

Umtopfen:

Alle drei – vier Jahre im Frühjahr mit einem mäßigen Wurzelschnitt. Jüngere Bäume können mit einem stärkeren Wurzelschnitt schnell einen flachen Wurzelteller ausbilden. Ältere Bäume vertragen zwar auch einen kräftigeren Wurzelschnitt sollten aber ab einem gewissen Reifegrad nicht unnötigem „Kompensationsstress“  ausgesetzt werden.

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